P wie Pseudo-Experten. Bei Pseudo-Experten handelt es sich um eine aufgeblähte große Menge, die Sie mit unqualifizierten Behauptungen täuschen soll. Die Pseudo-Experten haben selbst keine wirkliche Qualifikation in dem Gebiet auf dem sie argumentieren, aber aufgrund der schieren Masse wirken sie omnipräsent. Sie täuschen auch gerne, indem sie irgendwelche Fachbegriffe verwenden, die kein Mensch, der nicht vom Fach ist, verwerten kann. Dabei kennen sie sich selbst damit häufig nicht aus, klingen jedoch „wichtig“.

Medien nutzen ebenfalls das Prinzip der Pseudo-Experten, um eine gute Quote zu erzeugen. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in Krawall-Talkshows seriösen Experten immer ein Contrapunkt gesetzt wird, der gar keine Ahnung hat? Damit wieder Eindruck erweckt, dass es eine gleichwertige Gegenposition gibt.

L wie Logikfehler. Logikfehler werden mehr oder weniger bewusst und absichtlich in einer Argumentationskette eingebaut. Bei Logikfehlern handelt es sich um falsche Schlüsse aus im Grunde genommen korrekten Basisinformationen. Dies haben wir häufig im Verlauf der Coronakrise bemerkt. Gewisse Experten oder Virologen haben durchaus korrekte Basisaussagen getroffen, jedoch in ihrer Interpretation absolut falsche Ergebnisse genannt. Gleichzeitig werden bei den Logikfehlern bewusst mehrdeutige Aussagen gegeben, sodass man am Schluss behaupten kann, doch etwas völlig anderes gemeint zu haben.

Die sogenannten Blendgranaten sind auch ein wichtiges Phänomen in der Diskussion um Logikfehler. Wenn es darum geht, einen Diskussionspunkt zu vermeiden, in dem der manipulierende Gesprächspartner nicht besonders überzeugend ist, lenkt er die Diskussion auf ein anderes Thema ab. Nach Möglichkeit auf ein Thema, das sehr viele Emotionen erzeugt und auch Wut aufbaut.

U wie unerfüllbare Erwartungen. In diesem Punkt wird dem rationalen Gesprächspartner eine überhohe Hürde vorgesetzt. Es wird verlangt, etwas zu beweisen, was diese Person gar nicht erfüllen kann. Damit wird der Gesprächspartner oder teilweise auch die ganze Wissenschaft dahinter infrage gestellt.

Ein weiteres Element darin ist die sogenannte Verschiebung von Torpfosten. Das ist ganz einfach erklärt: Die anfangs gestellten Forderungen werden im Laufe der Zeit absichtlich verschärfend verändert. Der Gesprächspartner verändert plötzlich die anfänglichen Forderungen einfach. Durch diese Veränderung werden die Forderungen verschärft und im Nachhinein kaum noch erfüllbar. Auf die ursprünglichen Forderungen wird nicht mehr eingegangen oder sie werden gar verleugnet.

Unerfüllbare Erwartungen werden ebenso erzeugt, indem man eine Situation bewusst falsch darstellt oder bewusst falsch interpretiert.

R wie Rosinenpickerei. Der manipulierende Gesprächspartner sucht sich bei dieser Strategie lediglich die Punkte aus, die ihr oder ihm passen. Bei der Rosinenpickerei wird der Bedeutungsrahmen eines Themas absichtlich so gelegt, dass Gegenbeweise oder Schwachpunkte der Argumentation aus dem Bedeutungsrahmen herausfallen. Es werden nur Quellen oder Aussagen gewählt, die dem manipulierenden Gesprächspartner passen.
Untermalt werden solche Aussagen dann sehr gerne mit Anekdoten und subjektiven Erfahrungen.

Beispielsweise sprechen Impfgegner gerne davon, dass sie doch im eigenen Familienkreis Kinder mit Impfschäden hätten. Bei Klimaleugnern ist es innerhalb der Anekdotenstrategie sehr beliebt, bei einer extrem kalten Wettersituation doch darauf hinzuweisen, dass es keinen Klimawandel gibt. Denn sonst wäre es doch gerade nicht so kalt.

Genau in diesen Moment versucht er manipulierende Gesprächspartner auch das Gespräch zu beenden, da in seinen Aussagen das Ziel der Argumentationskette bereits erreicht sei. Alles, was darüber hinausgeht, wäre in seinen Augen falsch.

V wie Verschwörungsmythen. Hier sind wir in einem Bereich angekommen, in dem man nichts beweisen oder widerlegen kann. Verschwörungsmythen sind nun mal schlichtweg Erzählungen, die auf teilweise uralten Geschichten basieren. Diese sinnstiftenden Erzählungen klingen meist vertraut und somit auch glaubwürdig. Damit wird erreicht, dass die gesamte wissenschaftliche Diskussion oder rationale Argumentation unterwandert wird. Es geht hier um Gefühle und um gefühlte Inhalte.

Es gibt eine Reihe von Verschwörungsmythen, die immer wieder zur Anwendung kommen. Besonders beliebt sind Ritualmordlegenden, die entsprechend modern und an die aktuelle Situation angepasst werden. Natürlich erscheinen diese Legenden dann überzeugend, weil sie vertraut klingen.

Erkenne die Strategien!

Also wenn Sie das nächste Mal auf Social Media in eine Diskussion kommen und das Gefühl haben manipuliert zu werden, erinnern Sie sich zurück an die PLURV-Strategien. Denn erkennen bedeutet in diesem Fall auch gleichzeitig Prävention.

 

Quelle:https://www.mimikama.at/aktuelles/plurv/

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