Derzei wird wieder einmal eine Fake Meldung durchs Internet geschickt, mit der Meldung, dass ab Samsteg (es ist nicht klar ab welchem Samstag) eine Neuerung bei WhatsApp Gruppenchats 

in Kraft treten soll.
Die Information lautet:

Ab Samstag ist KI in WhatsApp verfügbar und hat Zugriff auf alle Chats. Alle Gruppen-Admins sollten daher die Option „Erweiterter Datenschutz“ aktivieren. Andernfalls kann die KI Gruppennachrichten öffnen, Telefonnummern sehen und sogar persönliche Daten von Ihrem Telefon abrufen, einschließlich privater Chats. So verhindern Sie dies:

1.⁠ ⁠Öffnen Sie den Gruppenchat.

2.⁠ ⁠Tippen Sie oben auf den Chatnamen.

3.⁠ ⁠Scrollen Sie nach unten und aktivieren Sie die Option „Erweiterter Chat-Datenschutz“.

Tun Sie dies so schnell wie möglich und teilen Sie diese Information mit anderen Gruppen, denen Sie angehören, insbesondere wenn Sie Administrator sind.



Die Recherche ergibt Folgendes:

Ja, das ist ein Fake bzw. ein irreführender Kettenbrief. WhatsApp-Chats sind standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und die KI kann nicht einfach heimlich auf „alle Chats“ zugreifen oder Telefonnummern und private Inhalte auslesen.

Was daran stimmt

Die Funktion „Erweiterter Chat-Datenschutz“ gibt es tatsächlich. Sie ist aber eine Zusatzoption pro Chat und dient dazu, Meta AI in diesem Chat zu blockieren sowie Export und automatisches Speichern von Medien einzuschränken.

Was falsch ist

Falsch ist die Behauptung, ohne diese Einstellung könne eine KI automatisch alle Gruppen- oder Privatnachrichten lesen. Laut WhatsApp und Berichten dazu greift Meta AI nur dann auf Inhalte zu, wenn du sie bewusst verwendest, zum Beispiel durch eine direkte Interaktion im Chat.

So einordnen

Die richtige Schlussfolgerung ist: Die Meldung soll Angst machen und verbreitet mehr Panik als Information. Wer möchte, kann den erweiterten Chat-Datenschutz trotzdem aktivieren, aber nicht als Notfallmaßnahme gegen eine angebliche Spionagefunktion, sondern als zusätzliche Kontrolle.

Praktischer Hinweis

Die im Text beschriebene Menüführung ist im Kern plausibel, aber die Begründung dahinter ist falsch. Wenn in einer Gruppe sensible Themen besprochen werden, ist der erweiterte Chat-Datenschutz sinnvoll — die angebliche Gefahr „KI liest alles mit“ besteht jedoch nicht.

 

 

 

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